Riot Games verschiebt Aufteilung der EU LCS

Im September 2017 berichtete ESPN, dass Riot Games die europäischen LCS in ein vier-Regionen-Format aufspalten will, das der Fußball Champions League ähnelt. Die 8. Saison der EU LCS sollte in vier verschiedenen Hauptsitzen in den europäischen Großstädten Berlin, Paris, Barcelona und London stattfinden. Jede Region sollte aus sechs Teams bestehen, in denen zwei Top-Teams gegeneinander antreten sollten. Die Berichte über neue Änderungen tauchten auf, nachdem Riot Games bereits bedeutende Änderungen in NA LCS vorgenommen hatte. Gerüchten zufolge wird Riot Games diese regionalen Pläne jedoch verschieben und bei dem bisherigen Liga-Format bleiben.

Was wird nun passieren?

Nur ein Monat nach den Nachrichten über die regionalen Pläne tauchten neue Gerüchte auf, dass Riot Games diese großen Veränderungen an der europäischen League of Legends LCS 2018 verschieben wird. Anstatt die Liga in vier verschiedene geographische Regionen aufzuteilen, wird sich Riot Games für ein Single-Game-Double-Robin-Format entscheiden, das mit den Änderungen für die Saison 2018 von NA LCS identisch ist. So bleibt die Liga erst einmal im 10er-Format statt auf 24 Mannschaften zu wechseln. Angeblich wird Riot Games die Förderungen für jedes Team von 410.555$ (ca. 347 471€) auf 586.365$ (ca. 496 267€)  erhöhen.

Warum wurden die Pläne abgesagt?

Riot Games macht alle Arten von Ankündigungen, aber sie halten sich normalerweise immer daran, weshalb Spieler und Fans häufiger über neue Änderungen informiert werden, als sie es gerne hätten. Deshalb erscheinen die Berichte über die Verschiebung von Plänen seltsam und schockierend. Also, warum der plötzliche Sinneswandel? Laut Berichten aus verschiedenen Quellen veröffentlichten zwei EU LCS-Teams Unicorns of Love und H2K Gaming offene Briefe an die League of Legends. In diesen Schreiben brachten beide Teams ihre Besorgnis über die finanzielle Instabilität der Liga zum Ausdruck und drohten zu gehen, wenn sich die Bedingungen nicht besserten. Dies könnte auch erklären, warum Riot Games beschloss, die Zahlungen zu erhöhen, die die Teams regelmäßig erhalten. Sie wollen damit die finanzielle Perspektive der Teams und damit die Liga selbst zu verbessern. Gleichzeitig führen die erhöhten Förderungen zu einem höheren Gehaltsscheck für die Spieler. Mit diesem Geld könnten die Mannschaften auch Trainer und Hilfskräfte bezahlen, die für den Erfolg des Teams entscheidend sind. Wenn man sich an die Liga von 10 Teams hält, wird verhindert, dass Markensponsoring sich zu sehr auf die unzähligen Teams gestreckt aufteilt. Während in Ligen mit besserem finanziellen Status, wie z. B. der NA LCS, dies kein Problem wäre, würden in der europäischen Liga mehr Teams und weniger Geld von Sponsoren die finanzielle Unsicherheit erhöhen.

Ging es bei der Entscheidung um die Zuseher?

Eine weitere mögliche Erklärung für den plötzlichen Meinungsumschwung ist, dass viele Fans und Spieler Bedenken bezüglich der Entscheidung, von Bo2 und Bo3 zu wechseln, geäußert haben. Gleichzeitig verlieren die Events von Riot Games allmählich an Zusehern, da kaum jemand ein ganzes Best-of-3 sehen kann/will. Der neue Bericht über die Verschiebung dieser Änderungen könnte darauf hindeuten, dass Riot Games an einem Format festhalten will, das funktioniert. Dies ist besonders wichtig, wenn man bedenkt, dass die beiden Ligen NA LCS und EU LCS ihre Live-Stream-Kanäle umgestellt haben, was sich als schlechte Entscheidung in Bezug auf die Zuschauerzahlen herausstellte. Deshalb werden die Matches stattdessen auf einzelne Live-Stream-Kanäle zurückgesetzt. ESPN berichtet, dass Riot Games sich Sorgen gemacht habe, die regionalen Veränderungen nicht adäquat umsetzen zu können, weshalb die Verschiebung des neuen Formats wie ein logisches Manöver erschien.

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Verfasst von: Marius

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